Wie viele bekomme auch ich ab und zu Nachrichten von Headhuntern auf LinkedIn. Obwohl ich in einem festen Job bin, schaue ich mir diese Angebote gerne an. Es ist immer hilfreich, den Arbeitsmarkt im Auge zu behalten – und vielleicht ergibt sich irgendwann die Chance, sich weiterzuentwickeln.
Ein Punkt, der immer häufiger aufkommt, ist die Frage: „Was sind deine Anforderungen an einen Job?“
Das ist eine berechtigte Frage, doch die meisten Recruiter bleiben nach meiner Antwort still. Also dachte ich, ich fasse meine Erwartungen und Wünsche einfach hier zusammen – professionell, aber auch persönlich.
Was ich von einem Job erwarte
- Work-Life-Balance: Die richtige Mischung macht’s
Während meines Studiums und meines ersten Jobs war Home-Office Alltag. Obwohl ich es schätze, möchte ich nicht ausschließlich von Zuhause aus arbeiten – aber auch nicht jeden Tag ins Büro. Eine gesunde Mischung wäre ideal, z. B. montags und freitags Home-Office für einen ruhigen Ein- und Ausklang der Woche, und an den anderen Tagen den Austausch mit den Kollegen vor Ort. - Standortfrage:
Da ich in meiner aktuellen Umgebung bleiben möchte, kommt für mich nur ein Job in der Nähe meines Wohnortes (Saarbrücken) infrage. Wenn das Büro mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist, würde ich auch gerne ein Jobticket in Anspruch nehmen. - Fokus und Weiterbildung
Mein Schwerpunkt liegt auf der Frontend-Webentwicklung, doch ich möchte mich auch im Bereich Design weiterentwickeln. Die Möglichkeit zur Weiterbildung – ob in der Einarbeitungszeit und auch später – ist für mich essenziell. - Arbeitszeit und Energie
Eine klassische 40-Stunden-Woche? Das klingt oft besser, als es in der Realität ist. Seien wir ehrlich: Niemand ist acht Stunden am Tag durchgehend produktiv. Ich denke, sechs Stunden effektives Arbeiten pro Tag würden mir und dem Unternehmen gleichermaßen zugutekommen. Zusätzlich ist es mir wichtig, nach der Arbeit noch Energie für private kreative Projekte zu haben. - Gehalt und Transparenz
Was ich mir wünsche:- Klarheit über das Einstiegsgehalt
- Inflationsausgleich
- Jährliche Gehaltssteigerungen
- Vermögenswirksame Leistungen
- Arbeiten vor Ort
- Kickertisch? Nicht nötig. Wir sind hier, um zu arbeiten.
- Obstkorb? Nett, aber kein Muss.
- Getränke? Unbedingt – und nicht nur Leitungswasser oder Kaffee. Ein gutes Angebot an Sprudel, Cola oder anderen Getränken gehört für mich einfach dazu.
- Hotel? Trivago 😉
Meine Mindeststandards an ein Unternehmen
Es gibt einige Dinge, die ich als selbstverständlich erachte:
- Pünktliche Gehaltszahlungen
- Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten
- Gestellte Arbeitsmittel (bitte kein Apple)
- Mindestens 30 Urlaubstage
- Kostenloser Parkplatz oder Jobticket
- Internetnutzung im Büro
Worauf ich verzichten kann
Es gibt auch Dinge, die zwar nett sind, mir aber nicht wichtig:
- „Familiäres Unternehmen“ (was oft ein Code für Chaos ist)
- Obstkörbe
- Team-Events
Was mich begeistert
Hier sind einige Benefits, die mich besonders ansprechen würden:
- Vermögenswirksame Leistungen
- Kantine oder Essenszuschüsse
- Jährliche Gehaltssteigerungen oder Gewinnbeteiligungen
- Home-Office-Möglichkeit, obwohl das Büro in der Nähe liegt
- Gemeinsame Weiterbildung und Events
- Eine 30–38-Stunden-Woche
Und technisch wären diese Umsetzungen prima:
- Gepflegtes Ticket-System mit sinnvollen Beschreibungen der Aufgaben
- VPNs, die miteinander funktionieren
Ich bin überzeugt, dass klare Erwartungen von beiden Seiten zu einer besseren Zusammenarbeit führen. Und wie ist es bei euch? Welche Benefits schätzt ihr besonders – und welche würdet ihr lieber streichen?
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