Meinungen – Lena Zeise /blog/ Sun, 28 Jun 2026 12:13:38 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Was ich von einem Job erwarte – und warum ich es wichtig finde, das klar zu kommunizieren /blog/post/was-ich-von-einem-job-erwarte-und-warum-ich-es-wichtig-finde-das-klar-zu-kommunizieren/ /blog/post/was-ich-von-einem-job-erwarte-und-warum-ich-es-wichtig-finde-das-klar-zu-kommunizieren/#respond Sun, 28 Jun 2026 12:13:38 +0000 http://blog.lenamorawietz.de/?p=34 Wie viele bekomme auch ich ab und zu Nachrichten von Headhuntern auf LinkedIn. Obwohl ich in einem festen Job bin, schaue ich mir diese Angebote gerne an. Es ist immer hilfreich, den Arbeitsmarkt im Auge zu behalten – und vielleicht ergibt sich irgendwann die Chance, sich weiterzuentwickeln.

Ein Punkt, der immer häufiger aufkommt, ist die Frage: „Was sind deine Anforderungen an einen Job?“
Das ist eine berechtigte Frage, doch die meisten Recruiter bleiben nach meiner Antwort still. Also dachte ich, ich fasse meine Erwartungen und Wünsche einfach hier zusammen – professionell, aber auch persönlich.

Was ich von einem Job erwarte

  1. Work-Life-Balance: Die richtige Mischung macht’s
    Während meines Studiums und meines ersten Jobs war Home-Office Alltag. Obwohl ich es schätze, möchte ich nicht ausschließlich von Zuhause aus arbeiten – aber auch nicht jeden Tag ins Büro. Eine gesunde Mischung wäre ideal, z. B. montags und freitags Home-Office für einen ruhigen Ein- und Ausklang der Woche, und an den anderen Tagen den Austausch mit den Kollegen vor Ort.
  2. Standortfrage:
    Da ich in meiner aktuellen Umgebung bleiben möchte, kommt für mich nur ein Job in der Nähe meines Wohnortes (Saarbrücken) infrage. Wenn das Büro mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist, würde ich auch gerne ein Jobticket in Anspruch nehmen.
  3. Fokus und Weiterbildung
    Mein Schwerpunkt liegt auf der Frontend-Webentwicklung, doch ich möchte mich auch im Bereich Design weiterentwickeln. Die Möglichkeit zur Weiterbildung – ob in der Einarbeitungszeit und auch später – ist für mich essenziell.
  4. Arbeitszeit und Energie
    Eine klassische 40-Stunden-Woche? Das klingt oft besser, als es in der Realität ist. Seien wir ehrlich: Niemand ist acht Stunden am Tag durchgehend produktiv. Ich denke, sechs Stunden effektives Arbeiten pro Tag würden mir und dem Unternehmen gleichermaßen zugutekommen. Zusätzlich ist es mir wichtig, nach der Arbeit noch Energie für private kreative Projekte zu haben.
  5. Gehalt und Transparenz
    Was ich mir wünsche:
    • Klarheit über das Einstiegsgehalt
    • Inflationsausgleich
    • Jährliche Gehaltssteigerungen
    • Vermögenswirksame Leistungen
  6. Arbeiten vor Ort
    • Kickertisch? Nicht nötig. Wir sind hier, um zu arbeiten.
    • Obstkorb? Nett, aber kein Muss.
    • Getränke? Unbedingt – und nicht nur Leitungswasser oder Kaffee. Ein gutes Angebot an Sprudel, Cola oder anderen Getränken gehört für mich einfach dazu.
    • Hotel? Trivago 😉

Meine Mindeststandards an ein Unternehmen

Es gibt einige Dinge, die ich als selbstverständlich erachte:

  • Pünktliche Gehaltszahlungen
  • Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten
  • Gestellte Arbeitsmittel (bitte kein Apple)
  • Mindestens 30 Urlaubstage
  • Kostenloser Parkplatz oder Jobticket
  • Internetnutzung im Büro

Worauf ich verzichten kann

Es gibt auch Dinge, die zwar nett sind, mir aber nicht wichtig:

  • „Familiäres Unternehmen“ (was oft ein Code für Chaos ist)
  • Obstkörbe
  • Team-Events

Was mich begeistert

Hier sind einige Benefits, die mich besonders ansprechen würden:

  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Kantine oder Essenszuschüsse
  • Jährliche Gehaltssteigerungen oder Gewinnbeteiligungen
  • Home-Office-Möglichkeit, obwohl das Büro in der Nähe liegt
  • Gemeinsame Weiterbildung und Events
  • Eine 30–38-Stunden-Woche

Und technisch wären diese Umsetzungen prima:

  • Gepflegtes Ticket-System mit sinnvollen Beschreibungen der Aufgaben
  • VPNs, die miteinander funktionieren

Ich bin überzeugt, dass klare Erwartungen von beiden Seiten zu einer besseren Zusammenarbeit führen. Und wie ist es bei euch? Welche Benefits schätzt ihr besonders – und welche würdet ihr lieber streichen?

]]>
/blog/post/was-ich-von-einem-job-erwarte-und-warum-ich-es-wichtig-finde-das-klar-zu-kommunizieren/feed/ 0
Warum ich lieber verstehe, statt auswendig zu lernen /blog/post/noten-koennen/ /blog/post/noten-koennen/#respond Wed, 14 Jul 2021 16:11:18 +0000 http://blog.lenamorawietz.de/?p=8 Gerade erst heute habe ich eine Klausur in Internetprogrammierung geschrieben.

Nach der Klausur sprach ich mit einem Kommilitonen, der sich über eine Frage aufregte, die er nicht beantworten konnte.

Welche Frage es war? „Was versteht man unter Validierung?“

Aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Mein Kommilitone hat sehr gute Noten, ich dagegen im Durchschnittsbereich. Ich fühle mich aber nicht weniger schlecht, denn ich konnte die Frage beantworten, indem ich auch über das Fach hinaus nachdachte.

Was er anders macht? Er lernt für die Noten, er lernt um es auswendig zu können. Um auf die richtige Frage, die richtige Antwort zu haben. Er lernt die Abläufe der jedes Jahr gleichen Klausuren.

Ich hingegen konzentriere mich darauf, die wichtigsten Erkenntnisse eines Fachs zu verstehen und darüber nachzudenken, wie ich sie im späteren Berufsleben anwenden kann.

Wenn ich es nun programmieren muss und mir ein paar Schlüsselwörter fehlen, kann ich diese aus dem Konzept herleiten und nachschauen.

Wenn mein Kommilitone aber bei der sturen Wiedergabe des Codes einen Fehler macht und den Sinn nicht versteht, dann kann er es nicht. Trotz einer am Ende besseren Note.

Meine Noten sind nicht immer gut, aber ich weiß, wie ich mir helfen kann – denn nachhaltiges Lernen ist für das Berufsleben weitaus wertvoller als reines Auswendiglernen.

Auch wenn ich an einer Hochschule studiere, ist es nicht unbedingt praktischer, weil wir ein Praxissemester oder mehr Übungsstunden haben. Die Klausur ist immer noch auf Papier und nicht anwendungsbezogen.

Und das wird sich auch zukünftig kaum ändern.

]]>
/blog/post/noten-koennen/feed/ 0
Work-Life-Balance, Vorteile alternativer Arbeitsmodelle für Arbeitgeber und –nehmer und Möglichkeiten zur Arbeitssteigerung /blog/post/work-life-balance-vorteile-alternativer-arbeitsmodelle-fuer-arbeitgeber-und-nehmer-und-moeglichkeiten-zur-arbeitssteigerung/ /blog/post/work-life-balance-vorteile-alternativer-arbeitsmodelle-fuer-arbeitgeber-und-nehmer-und-moeglichkeiten-zur-arbeitssteigerung/#respond Tue, 04 May 2021 18:23:00 +0000 http://blog.lenamorawietz.de/?p=32 Noch bin ich Studentin und mein Tag ist ziemlich vollgepackt durch Vorlesungen, Übungen, lernen und arbeiten. Aber in weniger als zwei Jahren wird mein Berufsleben starten und ich kann mir kaum vorstellen 8 Stunden am Tag zu arbeiten.

Die Zeiten ändern sich momentan stark. Es gibt in Spanien und Norwegen Testläufe für 6-Stunden-Tage oder die 4-Tage-Woche. Und das nicht ohne Grund. Die alten Methoden sind überholt. Arbeitnehmer möchten sich mehr entfalten können.

Dazu möchte ich eine kurze Rechnung aufstellen: 8 Stunden sind 1/3 eines Tages. Zieht man dazu noch eine Schlafdauer von 9 Stunden ab (meine durchschnittliche Schlafdauer), Kochen, Essen, Arbeitswege etc., bleibt nur wenig Zeit zur freien Entfaltung übrig.

Anders würde das mit alternativen Arbeitsmodellen aussehen wie:

  • ein 6-Stunden-Tag oder 4-Tage-Woche
  • flexible Stundeneinteilung
  • geteilter Arbeitsplatz
  • Homeoffice-Möglichkeiten
  • Arbeitszeitkonto

Welche Vorteile bekommt man als Arbeitnehmer durch diese Möglichkeiten?

  • Mehr Flexibilität in der Gestaltung des Tagesplans
  • Man erledigt mehr Arbeit in kürzerer Zeit
  • Man hat mehr Freizeit zur freien Entfaltung
  • Man ist kreativer und steigert die Problemlösefähigkeit
  • Kein unnötiges Herumsitzen

Und welche Vorteile hat man als Arbeitgeber?

  • Weniger Krankheitstage und weniger Burnout der Angestellten
  • Glücklichere Arbeitnehmer
  • Effektivere Arbeitszeiten
  • Produktivere und motiviertere Arbeitnehmer

Kleinere Möglichkeiten zur Arbeitssteigerung

  • Bezahlung nach erledigten Aufgaben, nicht nach der Arbeitszeit
  • Pomodoro-Technik nutzen
  • Weniger (unnötige) Meetings
  • Gamification der Aufgaben
]]>
/blog/post/work-life-balance-vorteile-alternativer-arbeitsmodelle-fuer-arbeitgeber-und-nehmer-und-moeglichkeiten-zur-arbeitssteigerung/feed/ 0